A Ghost Story (2017) - Filmbewertung

Originaltitel: A Ghost Story

Land: USA

Genre: Drama, Mystery

Regie: David Lowery

Darsteller: Casey Affleck, Rooney Mara, Will Oldham, Rob Zabrecky, Liz Franke, Sonia Acevedo

Inhalt

Der kürzlich verstorbene C (Casey Affleck) kehrt als Geist zu seiner trauernden Frau M (Rooney Mara) zurück. Er verbleibt in dem gemeinsamen Haus, um sie mit seiner Anwesenheit zu trösten und an ihrem Alltag teilzuhaben, doch stellt schnell fest, dass er in der Zwischenwelt feststeckt. Unfähig, diesen Ort wieder zu verlassen, muss er zusehen, wie seine Frau ihr Leben ohne ihn weiterlebt und ihm immer mehr entgleitet. Doch langsam gelingt es ihm, sich zu lösen, und er begibt sich auf eine kosmische Reise, auf der er sich mit den Rätseln des Lebens auseinandersetzen muss, um Frieden zu finden und herauszufinden, was es bedeutet, nach dem Tod zu einer Erinnerung zu werden und ein andauerndes Vermächtnis zu hinterlassen. (Quelle: www.filmstarts.de)

Rezension

Selten war ich bei der Bewertung eines Films so zwiegespalten wie bei "A Ghost Story" von Regie-Neuling David Lowery. Zugegeben, meine vorherigen Erwartungen waren völlig andere, hatte ich mich im Vorfeld aber auch nicht wirklich schlau gemacht über das feinfühlige Mystery-Drama. Direkt zu Beginn fällt einem erst einmal die eigenwillige Wahl eines quadratischen Bildformats mit abgerundeten Kanten auf, das fast schon an das Format von Diaaufnahmen erinnert - höchst ungewöhlich, aber innovation und interessant. Das hochtragische Werk, das die Themen Trauer, Verlust und die Vergänglichkeit der Zeit aufgreift, besticht besonders durch seine sehr ruhigen, fast schon intimen Einstellungen, die meines Erachtens von der Laufzeit her teilweise zu ausschweifend präsentiert werden. Es entsteht hier und da dramaturgischer Leerlauf, der zu Längen führt und so den Unterhaltungswert enorm senkt. Ich habe absolut nichts gehen ruhig erzählte Dramen, einschlafen möchte ich allerdings nicht unbedingt. Die beiden Protagonisten werden charakterisiert nur sehr oberflächlich gezeichnet, was die Tristess der behandelten Thematik noch zusätzlich steigert.

 

Fazit: Interessant sind die Idee und das Konzept von "A Ghost Story" allemal, jedoch fallen die teilweise unnötig langgezogenen Einstellungen und die doch sehr behäbige Inszenierung leider etwas negativ ins Gewicht, da sie den Erzählfluss enorm stören, das Aufkommen minimalen Tempos verhindern und den Film so zum Teil fast unerträglich langsam machen. Speziell, leise, anders - und doch irgendwie langweilig.

Bewertung

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