Toni Erdmann (2016)

Originaltitel: Toni Erdmann

Land: Deutschland

Genre: Drama, Komödie

Regie: Maren Ade

Darsteller: Sandra Hüller, Peter Simonischek, Michael Wittenborn, Thomas Loibl, Trystan Pütter

Inhalt

Winfried (Peter Simonischek) ist ein 65-jähriger, einfühlsamer Musiklehrer mit Hang zu Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines (Sandra Hüller) hingegen ist das Gegenteil: Als ehrgeizige Unternehmensberaterin reist sie um die Welt und von einem Projekt zum nächsten, um die Karriereleiter steil nach oben zu klettern. Vater und Tochter bekommen sich daher nicht oft zu sehen, aber das wird schlagartig anders, als Winfrieds Hund stirbt und er daraufhin beschließt, Ines unangekündigt bei der Arbeit in Bukarest zu besuchen. Wegen seiner Witze und der unterschwelligen Kritik an ihrem Lebensstil kracht es schon bald zwischen den beiden. Und dann verwandelt sich Winfried auch noch in sein alter Ego Toni Erdmann: das Gebiss ist schief, der Anzug schlecht und auf dem Kopf sitzt eine Perücke. Der schräge Vogel behauptet, Personalcoach zu sein, bringt Ines vor ihren Kollegen in einige peinliche Situationen - aber die Verkleidung sorgt auch dafür, dass sie und ihr Vater sich annähern. (Quelle: www.filmstarts.de)

Rezension

Die internationale Berichterstattung überschlug sich ja förmlich mit positivem Feedback zu "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade. Dass der Film sehr speziell sein würde, war mir vorher bereits klar. Aber bei all den Lobenhymnen weltweit musste einfach ein Meisterwerk geschaffen worden sein. So viele Menschen können sich nicht irren. Wenn ihr mich fragt, sie haben sich geirrt. Was anfängt wie ein witziges, frisches Familiendrama, verkommt nach und nach zu einer Aneinanderreihung von skurrilen Momenten ohne wirklichen roten Faden. Von Filmbeginn an erwartet man, dass hinter all seinen unkonventionellen Handlungen eine Art Masterplan von Toni Erdmann steckt, um seiner Tochter ihr eigenes Leben vor Augen zu halten und sie eventuell zum Umdenken zu bewegen. Man denkt, er sei auf einer wohldurchdachten Mission, ihr und sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen, um ihr momentanes Dasein letztendlich positiv zu verändern. Doch am Ende kommt der Abspann und irgendwie fehlt die spitzfindige Pointe mit der man gerechnet hat. Es bleibt ein fader Nachgeschmack, da helfen auch die tollen Darsteller und die guten Ansätze wenig.

 

Fazit: Eigenwillig, komisch, tragisch, erstklassig gespielt und am Ende doch enttäuschend. Bei mir bleibt ein riesiges Fragezeichen über dem Kopf. Was soll das? Was ist die Aussage des Films? Und warum bitte brauchen wir ein US-Remake?

Bewertung

Film Blog Bewertung Rezension
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