Die Hölle - Inferno (2017)

Originaltitel: Die Hölle - Inferno

Land: Österreich, Deutschland

Genre: Thriller

Regie: Stefan Ruzowitzky

Darsteller: Violetta Schurawlow, Tobias Moretti, Elif Nisa Uyar, Friedrich von Thun, Nursel Köse

Inhalt

Özge (Violetta Schurawlow) lebt in Wien und arbeitet als Taxifahrerin. Nebenher besucht sie eine Abendschule und außerdem trainiert die wortkarge Frau knallhart Thaiboxen. Eines Tages wird sie Zeugin eines Mordes im Nachbarhaus und fortan muss Özge um ihr Leben fürchten, da der Killer Jagd auf sie macht, die Augenzeugin. Als er ihr in ihrer Wohnung auflauert, tötet er jedoch ihre Cousine und beste Freundin Ranya (Verena Altenberger), weil er die Frauen verwechselt. Mit dem Killer im Nacken muss sich Özge von nun an auch noch um Ada (Elif Nisa Uyar) kümmern, Ranyas kleine Tochter. Der bärbeißige Ermittler Christian Steiner (Tobias Moretti) steht Özge zur Seite, obwohl er mit seinem demenzkranken Vater Karl Steiner (Friedrich von Thun) mehr als genug zu tun hat. Aber auch der Gesetzeshüter kann nicht verhindern, dass der Mörder immer dichter an Özge herankommt. (Quelle: www.filmstarts.de)

Rezension

Zugegeben, Krimis können die Deutschen und die Österreicher halbwegs. Aber raffinierte und spannende Thriller? Regisseur Stefan Ruzowitzky schickt mit "Die Hölle - Inferno" einen ganz passables Beitrag ins Rennen, der mit einem kontinuierlichen Spannungsbogen aufwarten kann. Hauptdarstellerin Violetta Schuralow spielt physisch sehr präsent, hier und da mimisch jedoch etwas steif, was allerdings zu ihrer Rolle der Özge passt. Abzug gibt es hier bei der Figur des Mörders, der leider eher unauffällig und wenig charismatisch durch die Story meuchelt. Hier hätten die Verantwortlichen gerne etwas mehr Mut beweisen können und eine und zwei Schippen drauflegen können in Sachen Kompromisslosigkeit und Kaltblütigkeit des Killers, der doch sehr harmlos daherkommt. Die österreichische Hauptstadt als Schauplatz der Killerjagd ist eine nette Abwechslung zum alltäglichen US-Großstädte-Standard.

 

Fazit: Der ansprechend inszenierte österreichische Thriller weiß durchaus zu gefallen. Die Darsteller sind passend besetzt und agieren solide. Von Beginn an versprüht der Film eine gewisse Spannung und lässt keine Langeweile aufkommen. Abzug gibt es für die etwas unspektakuläre Figur des Psycho-Killers.

Bewertung

Film Blog Viereckige Augen Bewertung
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